Grundschule Hammesberger Weg

Grundschule Hammesberger Weg

29.03.2021 um 19:49

Grüne Barfußpause in der Grundschule Hammesberg


Grüne Barfußpause - Wie Kinder und Erwachsene in der Natur zu sich finden

Ein bisher nicht genutztes Wiesengrundstück neben der Schule soll zu einem Garten der Sinne und Ruhe umgestaltet werden, um dort den SchülerInnen eine sowohl freie als auch angeleitete körper-, sinnes und naturorientierte Erfahrungswelt im Sinne von Achtsamkeit sowie eine Barfußpause während der üblichen Hofpausenzeiten anbieten zu können.
Sich auf die Wiese legen, in den Himmel schauen, Wolken beobachten, Gräser und den Boden fühlen. Dem plätschernden Wasser aus einem Quellstein lauschen oder in einer Matschecke sinnlich Wasser und Erde fühlen, die Feuchtigkeit, Frische, Würze riechen und zu sich finden.
Immer wacher, zugänglicher und neugieriger erfahren die Kinder wie es plätschert, duftet, weht, zwitschert, wärmt, kühlt, piekst, kitzelt und berührt. So können sie die Lebendigkeit und Schönheit der Natur entdecken und die Wirkung für das eigene Wohlergehen und die Gesundheit erfahren. Über diese Faszination, Verbundenheit und Wertschätzung soll langfristig der Wunsch und ein engagiertes Verantwortungsbewusstsein für die Erhaltung und den Schutz der Natur und aller Lebewesen erwachsen, denn Verantwortung entsteht durch Verbundenheit.

Es soll u.a. einen Bereich zum freien Spielen, einen Barfußparcours, natürliche Balanciermöglichkeiten, eine Ruheecke, einen Quellstein, große Natursteine als Sitz- und Klettermöglichkeit, eine Feuerstelle und eine Matschecke geben, der sowohl frei als auch mit achtsamen Impulsen erkundet werden kann. Ebenso soll ein Bereich mit „Bestuhlung“ als grünes Klassenzimmer entstehen sowie eine Ruheecke für die LehrerInnen und die BetreuerInnen.

Betroffenes Gebiet:

Barmen

Schwerpunktmäßig betroffene Themen

Schule / Bildung, Soziales / Gesundheit, Umwelt / Natur, Freizeit / Sport, Engagement

Warum ist die Idee gut für Wuppertal?

Mit der Idee der grünen Barfußpause soll den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder nach Ruhe, Sinnes- und Naturentdeckungen und Erleben Rechnung getragen werden und zu weiteren Erfahrungen angeregt werden, die bei vielen Kindern aus unterschiedlichen Gründen zu kurz kommen. So erschaffen wir neue Spiel- und Lernorte, deren Ruhe, Originalität, Lebendigkeit und Freundlichkeit die SchülerInnen, BetreuerInnen und LehrerInnen berühren, verbinden und stärken. Diese Erfahrungen werden ganz natürlich auch mit nach Hause getragen und wirken dort weiter. Somit trägt das Projekt zu einer achtsamen Grundhaltung bei und verändert den Umgang mit sich selbst, anderen und der Natur - in Wuppertal und darüber hinaus. Wünschenswert wäre es, wenn das Projekt Modellcharakter erfährt und in anderen Bildungseinrichtungen ebenfalls umgesetzt werden würde. Darüber hinaus könnte eine Zusammenarbeit mit der Hochschule oder dem Studienseminar eine gute Erweiterung des Projektes darstellen. Hintergrund: Es zeigt sich bei einer Vielzahl von Kindern, dass sie orientierungslos wirken und Schwierigkeiten haben, echte, selbstbestimmte tiefe Verbindungen zu sich selbst, Lerninhalten und MitschülerInnen einzugehen sowie Impulse zu kontrollieren. Hohe Leistungserwartungen, eng getacktete und auferlegte Freizeitangebote, wenig Naturerfahrungen sowie zu hoher Medienkonsum führen auch bei Kindern zu einem enormen und rasanten Input, der wenig bis gar keine Möglichkeit lässt für entschleunigte Selbstwahrnehmung und gesundes Entwickeln von Selbstwertgefühl. Es gilt Möglichkeiten zu bieten, tiefgreifende Verbindungen zu erfahren mit dem Ziel langfristig gemeinsam verantwortliches Handeln für sich, das Schulumfeld und die Welt zu fördern. Als einfachste und nahe liegende Lösungen bieten sich hier Natur und Zeit an. Im „Garten der Sinne und Ruhe“ sollen Kinder wie auch Erwachsene Zeit und Raum finden, sich, die Natur und andere zu erleben. Frei, selbstvergessen, allein und auch angeleitet, begleitet und gemeinsam in Verbindung mit sich, der Natur und anderen - dort beginnend, wo es spürbar und erlebbar ist und in dem Maße, wie es gerade möglich ist. Neben den Impulsen durch Erwachsene und installierten Anregungen, soll auch den Kindern die Möglichkeit gegeben werden, kreative Ideen zu entwickeln und im Garten umzusetzen.

Wann soll die Umsetzung der Idee beginnen und wie lange wird das in etwa dauern?

Bei der Umsetzung ist die Hilfe von interessierten Eltern wünschenswert, so dass mit Arbeiten wie Umgraben der Fläche für ein baldiges Nutzen sofort begonnen werden kann. Insgesamt wird die Umsetzung ca. ein Dreivierteljahr in Anspruch nehmen. Folgende Ideen können umgesetzt werden, sobald entsprechende finanzielle Mittel vorhanden sind: - Barfußparcours - grünes Klassenzimmer - Quellstein - Feuerschale - Sitzsteine - Baumstämme - Tau als Orientierungshilfe - Infopflöcke für Anleitungen - Weidenzaun

Was ist die Aufgabe der Stadt Wuppertal bei der Umsetzung der Idee?

Das Gebäudemanagement ist bereits informiert und es hat eine Begehung des Grundstücks stattgefunden. Sicherheitsmängel wurden erhoben und das Errichten von Sicherheitszäunen (Erhöhung der Umzäunung zum Nachbargrundstück) zugesagt. Weiterhin muss zum Schluss geprüft werden, ob alle Naturstationen sicher sind, damit der Garten für alle freigegeben werden kann. Für den Wasseranschluss des Quellsteins muss eine Leitung verlegt werden.

Was möchten Sie selbst zur Verwirklichung beitragen?

Damit all dies Wirklichkeit werden kann, sind Anleitungen, Begleitungen und Reflexionen notwendig, welche vor Ort und im Unterricht angeboten werden sollen. Dazu werde ich dem Schulpersonal die wissenschaftlichen Hintergründe erläutern und durch praktische Übungen und Begegnungen das Potenzial des Gartens erforschen lassen. Hier ist ein Impulsworkshop geplant und bei Interesse ein entsprechend längeres Angebot. Neben der weiteren Planung und Gestaltung suche ich nach weiteren Sponsoren und möchte gemeinsam mit Eltern und weiteren in der Schule beteiligten Personen den Garten umgraben, eben gestalten, von Unrat befreien, Achtsamkeitsimpulse geben und die Nutzung und Instandhaltung begleiten.

Was schätzen Sie, wie viel wird die Umsetzung der Idee in etwa kosten?

Wir rechnen mit ca. 50.000 €. Angedacht ist ebenfalls, Sponsoren für das Projekt zu gewinnen.

Mikroprojekt

Nein

146 Teilnehmer unterstützen diese Idee.
stepinski

stepinski

10.04.2021 um 01:32

Eine wirklich schöne Idee.Das Zulassen und Erleben von vielfältigen Sinneserfahrungen ist genau das, was uns allen gut tut. Es setzt eine Auseinandersetzung mit unseren Gefühlen in Gang und ermöglicht so eine Aneignung der Welt, die immer komplexer wird und sich immer schneller dreht.Naturerfahrungen bilden hier gerade auch einen Ausgleich zur digitalen Welt und tragen dazu bei, in sich spüren zu lernen. Viel Erfolg!