Talbuddeln22

Talbuddeln22

27.03.2021 um 15:59

Talbuddeln: Neue Obstbäume für die essbare Stadt


In 2019 hat das Aktionsbündnis Talbuddeln ganz klein angefangen: 4 Obstbäume fanden ein neues Zuhause im Garten der Fritz-Harkort-Schule. Seitdem ist Talbuddeln stetig gewachsen! Auch wenn die Pandemieumstände in 2020 alles andere als ideal waren, so konnte in Kooperation mit der IG Wuppertals urbane Gärten und unterstützt durch zahlreiche engagierte Wuppertaler*innen am 3.10.2020 - in strömendem Herbstregen - eine große Streuobstwiese mit über 20 verschiedenen alten Sorten für alle Wuppertaler*innen gepflanzt werden. Sie wächst und gedeiht am Clausen, in direkter Nähe zur Nordbahntrasse. Die restliche Freifläche soll auch in den kommenden Aktionen gemeinsam weiterbepflanzt werden.

Wir wollen die schöne Idee einer Essbaren Stadt weiter wachsen lassen und möchte den Stadtraum für den Anbau von Lebensmitteln für alle nutzbar machen. Wir finden, Naschgärten mit Obstbäumen an öffentlich zugänglichen Weg-, Wald- und Parkflächen oder Pflanzungen von alten Obstsorten geben uns die Städte ein Stück weit zurück. Wir schaffen so neuen Raum für die Natur, das Leben und ein gemeinschaftliches Miteinander. Denn es macht einen großen Unterschied, ob an Grünflächen ein Schild steht, das „Betreten verboten!“ lautet oder eben: „Bedien‘ dich!“.

Angelehnt an das am 3. Oktober in vielen Städten Deutschlands stattfindende „Einheitsbuddeln“ wollen auch wir in jedem Jahr am Tag der Deutschen Einheit weitere Bäume in Wuppertal pflanzen. Für uns Wuppertaler*innen, für das Klima und für eine lebenswerte Stadt der Zukunft. Helfen Sie uns dabei!

Betroffenes Gebiet:

Wuppertal Gesamtstadt

Schwerpunktmäßig betroffene Themen

Stadtentwicklung / Stadtplanung, Umwelt / Natur, Gemeinschaft, Engagement

Warum ist die Idee gut für Wuppertal?

Stadtmenschen brauchen Natur Die Natur ist nicht alles, aber ohne die Natur ist alles nichts. Wir Stadtmenschen brauchen die Natur, in Zeiten des Klimawandels mit immer heißeren und trockeneren Sommern mehr denn je. Und wir brauchen das Grün vor unserer Haustür, also in den Innenhöfen und auf den Grünflächen rund um unsere Wohnungen. Stadtbäume verbessern die Lebensqualität - Bäume lassen uns leben: Ein Baum produziert Sauerstoff für bis zu 50 Menschen! - Bäume lassen uns richtig durchatmen: Stadtbäume reduzieren Feinstaub und Schadstoffe! - Bäume schenken uns gute und leise Nächte: Ein Baum reduziert Lärm und lässt und besser schlafen! - Bäume sind die beste Klimaanlage für unsere Stadt: Mit Schatten und Verdunstung sorgen Bäume für Abkühlung! - Bäume sind Lebensräume: Ein Baum bietet Tausenden Tieren und Pflanzen Heimat! Engagement & Gemeinschaft schaffen gesellschaftlichen Zusammenhalt Gemeinsam können wir mehr erreichen für unsere Stadtnatur. Wir vernetzen Bürger*innen mit dem Wunsch nach mehr Stadtbäumen und wollen weiterhin gemeinsam mit der Stadtverwaltung für mehr Stadtgrün sorgen. Neue Grünflächen in unseren Städten zu schaffen ist praktisch unmöglich. Aber wir können ökologisch wenig wertvolle Rasenflächen oder Brachen gemeinschaftlich umwandeln in Orte der Ernährung, Bildung, Ökologie und auch der Ästhetik. Unsere gemeinschaftlichen Aktionen schaffen die Momente der Verbundenheit nach denen wir Bürger*innen uns - insbesondere nachdem ersten schwierigen Pandemiejahr sehnen - und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die von uns allen zusammen gepflanzten Bäume sind ein Geschenk an die heutigen und künftigen Bewohner*innen unserer Stadt.

Wann soll die Umsetzung der Idee beginnen und wie lange wird das in etwa dauern?

Startschuss der jährlichen Talbuddeln-Aktion ist in 2020 der Tag des Baumes im April gewesen. Von dort ausgehend wurde das Jahr über in kleinen „Pop-up-Aktionen“ Aufmerksamkeit auf das Thema Stadtbäume/Essbare Stadt/Grüne Stadt gelenkt. Das möchten wir auch zukünftig beibehalten. Der krönende Abschluss des Talbuddeln-Jahres ist aber die gemeinschaftliche Pflanzparty am 3. Oktober. Insofern möglich, möchten wir gerne unsere Aktivitäten in den Jahren 2022 und 2023 aus dem Bürgerbudget bestreiten.

Was ist die Aufgabe der Stadt Wuppertal bei der Umsetzung der Idee?

Abgesehen von der finanziellen Unterstützung aus dem Bürgerbudget wünschen wir uns – wie auch in 2020 in ganz hervorragender Weise geschehen – Unterstützung bei der Identifikation sowie die Freigabe von angemessenen Flächen für die Pflanzaktion am 3. Oktober. Sehr gerne laden wir Vertreter*innen der Stadt ein, uns bei Interesse auch unterjährig zu begleiten.

Was möchten Sie selbst zur Verwirklichung beitragen?

Bewerben, Organisieren und Durchführen der Pflanzaktion. Wir bringen Ideen, Energie und ein großes Netzwerk engagierter Wuppertaler*innen mit, die mit Wissen, Kraft und Tat anpacken.

Was schätzen Sie, wie viel wird die Umsetzung der Idee in etwa kosten?

2.000,00 €

Mikroprojekt

Ja

134 Teilnehmer unterstützen diese Idee.
StabsstelleBBBE

StabsstelleBBBE

01.04.2021 um 11:06

Die genauen Standorte müssen nach der Einschätzung der zuständigen Verwaltungsabteilung noch geprüft werden. Für diese Idee ist die Bezirksvertretung zuständig und hat das letzte Wort.